Ein erleuchtendes Konzert

Mainecho Bericht Montag, 18.11.2019 – OTTO GRÜNEWALD

Krönender Abschluss des Jubiläumsjahres 120 Jahre Gesangverein Eintracht Wasserlos war am Samstagabend ein knapp zweistündiges Konzert in der Hahnenkammhalle. Das mit »Himmelslichter « überschriebene Jubiläumskonzert spannte einen musikalischen Bogen von der Romantik zur Moderne.
54 Sängerinnen und Sänger stellte Eintracht Vorsitzender Alfons Heilmann dem erwartungsvollen Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Hahnenkammhalle vor. Die festlich gekleidete Sängerschar hatte mit der »Kleine Nachtmusik« von Wolfgang Amadeus Mozart den Abend beschwingt eingeleitet. Einige Chormitglieder kündigten jeweils die Stücke an und erläuterten die Bedeutung der Himmelslichter Sonne, Mond und Sterne für Musik und Gesang. Unter Leitung von Dirigent Roland J. Pfarr lies der Chor acapella »Die güldne Sonne«, »Waldesnacht« und »Kein schöner Land« folgen, wobei mit dem schönen Land nur Wasserlos gemeint sein konnte.

Als Männerchor gegründet

Der »Abendfrieden« allein von Männerstimmen intoniert, sollte daran erinnern, dass die Eintracht vor 120 Jahren als reiner Männerchor gegründet wurde. Am Piano begleitete Andreas Schmelz das aus der Opernwelt bekannte »Blumenduett«, das von der Sopranistin Franziska Vulpius und Altistin Marion Borgs vorgetragen wurde. Später gefiel die Sopranistin noch mit dem anspruchsvollen »Somewhere over the rainbow« und dem Oscarprämierten »Moonriver«. Im Gemischten Eintracht- Chor seien Franzosen, Spanier und Inder mit den Einheimischen durch die Liebe zur Musik verbunden, weshalb man sich auch an die Weise »La Nuit« gewagt habe, die von Vizedirigentin Alexandra Hartmann als Dirigat-Debüt geleitet wurde. Nach der Pause wurde der Jubiläumschor von einer Band begleitet und intonierte für modernen Chorgesang arrangierte Schlager und Welthits wie »Über den Wolken«, »Der Mann im Mond«, »Mr. Sandman« oder »Strangers in the Night«.
Zwischendurch begeisterte die Band mit Sängerin Julia Pfarr mit »Here comes the Sun« und dem Grönemeyer-Song »Halt mich«.

Moonlight zum Abschied

Am Ende konnte das Publikum unter den Stühlen befestigte Lämpchen ablösen und das Schlusslied »Kleine Taschenlampe brenn« illuminieren.
Wem der kurzweilige und erleuchtende Konzertabend gefallen habe, könne zur Donnerstag-
Chorprobe ins alte Rathaus kommen, warb die Vizedirigentin noch in eigener Sache, bevor sich der Chor mit der Zugabe »Moonlight« musikalisch verabschiedete und mit den Gästen im Foyer auf das Jubiläum anstieß.